Nach einer Diagnose lautet die Frage selten, ob ein Hund überhaupt noch versicherbar ist. Aufgenommen wird er bei den meisten Anbietern. Es geht darum, was der Vertrag danach noch bezahlt. Eine Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung übernimmt neue Erkrankungen und Unfälle, während die bereits bekannte Diagnose vom Schutz ausgenommen bleibt, bei einzelnen Anbietern nur für 24 Monate. Wenn in der Patientenakte Ihres Hundes schon ein Befund steht, entscheidet deshalb nicht der Monatsbeitrag, sondern der Umgang des jeweiligen Anbieters mit genau dieser Diagnose.
Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung: unsere Empfehlungen
Die Reihenfolge richtet sich danach, wie weit der jeweilige Anbieter mit einer bereits gestellten Diagnose geht.
Lassie: Wiedereinschluss nach 24 symptomfreien Monaten
Lassie ist einer von zwei Anbietern in dieser Auswahl, deren Bedingungen den Wiedereinschluss einer ausgeschlossenen Erkrankung ausdrücklich regeln, statt ihn wie Uelzener der Einzelfallprüfung zu überlassen, und der einzige, bei dem die Frist am Verlauf der Erkrankung hängt und nicht am Vertragsdatum. Ziffer 4c der Versicherungsbedingungen sieht einen ausdrücklichen Wiedereinschluss vor: Was bei Vertragsbeginn bereits behandelt oder dokumentiert war, ist zunächst ausgeschlossen, kommt aber wieder in den Schutz, sobald der Hund 24 Monate lang symptomfrei und unbehandelt geblieben ist. Für eine ausgeheilte Ohrenentzündung oder eine einmalige Magen-Darm-Episode ist das ein realistischer Weg zurück, für eine chronische Arthrose nicht. Der reine OP-Schutz beginnt bei 6,05 Euro im Monat, die Krankenversicherung bei 13,91 Euro (Mini), 21,42 Euro (Midi) und 26,67 Euro (Maxi), Stand 12/2025. Die allgemeine Wartezeit beträgt 30 Tage, bei Unfällen zwei Tage.
Dalma: Abschluss ohne Gesundheitsfragen
Dalma stellt beim Abschluss keine Gesundheitsfragen und lehnt einen Hund mit Vorgeschichte deshalb auch nicht pauschal ab. Versichert sind künftige Erkrankungen und Unfälle, die bestehende Diagnose bleibt außen vor. Zwei Punkte gehören ehrlich dazu: Epilepsie ist generell vom Schutz ausgenommen, unabhängig davon, wann sie auftritt, und rassetypische Gelenkerkrankungen wie Hüft- und Ellbogendysplasie sind erst nach zwölf Monaten Vertragslaufzeit gedeckt, die Patellaluxation nach 18 Monaten. Betrifft der Befund Ihres Hundes weder Gelenke noch Nervensystem, ist der Verzicht auf den Fragebogen trotzdem der schnellste Weg zu einem Vertrag.
Uelzener: Einzelfallprüfung statt Standardablehnung
Uelzener prüft jeden Antrag einzeln, statt eine bekannte Diagnose zum Ablehnungsgrund zu machen. Aus dieser Prüfung kommt entweder eine zeitlich begrenzte Ausschlussklausel für den betroffenen Bereich oder eine Beitragsanpassung, in beiden Fällen bleibt der übrige Schutz vollständig. Ein Höchsteintrittsalter gibt es nicht, Uelzener versichert Hunde in jedem Alter. Der Preis ist die Kehrseite: Der Hunde-OP-Schutz startet bei 15,36 Euro im Monat, die Krankenversicherung bei 42,79 Euro. Wer bereits zwei Absagen gesammelt hat, findet hier am ehesten noch einen Vertrag.
SantéVet: befristeter Ausschluss mit festem Ablaufdatum
Bei SantéVet steht der Rückweg wie bei Lassie in den Bedingungen, gerechnet wird er aber anders. Maßgeblich sind die zwölf Monate vor Vertragsbeginn: Was in diesem Zeitraum behandelt wurde, bleibt 24 Monate lang ausgeschlossen und ist danach wieder gedeckt. Gesundheitsfragen stellt SantéVet beim Abschluss nicht. Die Frist läuft dabei ab Vertragsbeginn und nicht ab dem letzten Symptom, anders als bei Lassie. Bei einer Diagnose, die nicht sauber zur Ruhe kommt, ist das der berechenbarere Weg; einen lange ausgeheilten Befund bekommen Sie bei Lassie früher zurück in die Deckung.
HanseMerkur: der Tarif für den befundfreien Hund
HanseMerkur steht hier für die Gegenprobe. Der Hund muss bei Antragstellung gesund sein, und die Bedingungen ziehen die Grenze eng: Nicht versichert sind Operationen, Behandlungen und Diagnostik, die bereits bei Antragstellung bekannt, begonnen, angeraten oder erforderlich sind. Angeraten genügt also, stattgefunden haben muss nichts. Als Auffälligkeit zählen dabei Dinge, die Halter selten für eine Erkrankung halten: ein Atemgeräusch, ein verändertes Gangbild, eine Schwellung, eine Allergie, ein Zahnbefund oder Übergewicht. Für einen Hund ohne jeden Eintrag in der Akte ist das ein starker Tarif, mit Diagnose ist es der falsche Antrag.
Was beim Hund als Vorerkrankung gilt
Als Vorerkrankung gilt jede Erkrankung, Verletzung oder Auffälligkeit, die vor Vertragsbeginn oder während der Wartezeit aufgetreten ist und dem Halter bekannt war oder tierärztlich dokumentiert wurde. Eine gestellte Diagnose braucht es dafür nicht. Agila hält in § 7 Ziff. 11 seiner Bedingungen ausdrücklich fest, dass auch bloße Symptome erfasst sind, die bekannt waren oder vermerkt wurden, samt aller damit zusammenhängenden Behandlungen. Der Eintrag „lahmt vorne links“ aus dem Vorjahr genügt damit, um die später diagnostizierte Ellbogendysplasie aus dem Schutz zu nehmen.

Für den Wert des Vertrags entscheidend ist, in welche der beiden Gruppen der Befund fällt:
- Akut und abgeschlossen: eine überstandene Bindehautentzündung, ein verheilter Bruch, eine ausgeheilte Infektion nach Zeckenbiss. Solche Befunde führen häufig nur zu einem befristeten Ausschluss oder einer längeren Wartezeit.
- Chronisch oder wiederkehrend: Arthrose, Epilepsie, Mitralklappenendokardiose, Bandscheibenvorfälle, Allergien. Hier ist der Ausschluss in der Regel dauerhaft und erfasst alle Folgebehandlungen, also auch Medikamente, Kontrollen und Physiotherapie.
Angeborene und rassetypische Erkrankungen sind ein zweiter Ausschlussgrund
Vorerkrankung und angeborene Erkrankung landen in vielen Ratgebern im selben Absatz, sind aber zwei getrennte Ausschlussgründe. Die Vorerkrankung hängt an der Krankengeschichte Ihres Hundes, die angeborene oder genetisch bedingte Erkrankung an seiner Abstammung, und sie kann auch dann ausgeschlossen sein, wenn bei Vertragsschluss nichts diagnostiziert war. Getsafe nimmt bestehende und angeborene Erkrankungen gemeinsam aus dem Schutz. Balunos schließt genetische Defekte generell aus.
Praktisch trifft das die Rassen, bei denen der Befund erwartbar ist: Hüft- und Ellbogendysplasie beim Deutschen Schäferhund und beim Labrador, das brachyzephale Syndrom bei Mops und Französischer Bulldogge, die Patellaluxation bei kleinen Rassen, Radius curvus bei kurzbeinigen Rassen. Fragen Sie vor dem Abschluss gezielt nach, ob die rassetypische Erkrankung Ihres Hundes lediglich eine längere Wartezeit hat oder dauerhaft draußen bleibt. Die Antwort steht selten auf der Tarifseite und fast immer in den Bedingungen.

Ausschluss, Zuschlag oder Ablehnung: wie Anbieter mit der Diagnose umgehen
Welchen Weg ein Versicherer wählt, hängt an seiner Antragspolitik, und derselbe Befund führt je nach Haus zu einem von drei Ergebnissen.
- Individueller Leistungsausschluss: Die Diagnose und alle damit zusammenhängenden Behandlungen sind draußen, der restliche Vertrag läuft normal. So arbeiten Lassie, Dalma und Agila.
- Zuschlag oder befristeter Ausschluss: Der Hund wird aufgenommen, zahlt aber mehr oder bleibt für den betroffenen Bereich eine Zeit lang ohne Deckung. Uelzener setzt eine zeitlich begrenzte Ausschlussklausel oder eine Beitragsanpassung.
- Ablehnung: Der Antrag geht zurück. HanseMerkur verlangt einen bei Antragstellung gesunden Hund, BarmeniaGothaer lehnt bei chronischen Erkrankungen ab, die länger als acht Wochen bestehen, und ebenso bei Epilepsie, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Allergien, ED und HD, Tumoren sowie einer Operation in den letzten sechs Monaten.
Eine Absage ist deshalb kein Urteil über Ihren Hund. Einen Anspruch auf Aufnahme gibt es in der Tierkrankenversicherung nicht. Die Verbraucherzentrale hält in ihrer Übersicht zu Haustierversicherungen (Stand 22. Januar 2025) fest, dass grundsätzlich nur gesunde Tiere versichert werden und bei älteren Tieren oder Vorerkrankungen mitunter ein tierärztliches Gutachten verlangt wird. Nach einer Absage stellen Sie den nächsten Antrag bei einem Haus mit anderer Prüfpraxis.
Welche Anbieter keine Gesundheitsfragen stellen
Ohne Gesundheitsfragen kommen Sie bei Dalma, Petolo und SantéVet zum Vertrag. DA Direkt nimmt Hunde mit chronischen oder akuten Erkrankungen ebenfalls an, erstattet aber keine Kosten, die auf die Vorerkrankung zurückgehen. Der Fragebogen fehlt, der Ausschluss nicht: Petolo und DA Direkt sehen sich die Krankengeschichte erst an, wenn Sie eine Rechnung einreichen, und erstatten laufende Behandlungen dann nicht. Der Verzicht auf die Antragsprüfung verschiebt die Prüfung also nach hinten. Wertvoll ist er, wenn die Vorgeschichte Ihres Hundes harmlos ist und Sie sich die Diskussion sparen wollen. Eine bereits begonnene Behandlung bekommen Sie damit nicht in den Vertrag.
Wartezeiten bei bekannter Vorerkrankung
Die allgemeine Wartezeit bei Krankheit liegt je nach Anbieter zwischen 30 Tagen und drei Monaten, bei Unfällen entfällt sie meist. Für die Erkrankungen, die beim Hund am teuersten werden, gelten jedoch eigene, deutlich längere Fristen:
- Lassie: 30 Tage allgemein, zwei Tage bei Unfall, 18 Monate für Hüft- und Ellbogendysplasie, OCD, Patellaluxation, Entropium und Ektropium sowie das brachyzephale Syndrom.
- Dalma: zwölf Monate für rassetypische Erkrankungen wie HD und ED, 18 Monate für die Patellaluxation.
- HanseMerkur: ein Monat allgemein, sechs Monate unter anderem für HD, ED, IPA, FCP, Patellaluxation und DCM, zwölf Monate für Prothesen.
- Uelzener: 30 Tage allgemein, ein Jahr für besondere Erkrankungen, sechs Monate für die Kastration.
- Agila: ein Monat allgemein, sechs Monate für besondere Erkrankungen, unter anderem Allergien, HD, Kreuzband, Krebs und Bandscheibenvorfall; beim Verkehrsunfall und bei der Vorsorge ab dem ersten Tag.
- Helvetia: drei Monate allgemein, sechs Monate für bestimmte Erkrankungen.
Ein Hund mit auffälligem Hüftröntgen ist bei Lassie also anderthalb Jahre lang für genau diesen Bereich ohne Deckung, bei HanseMerkur käme er gar nicht erst in den Vertrag. Bei einer bestehenden Vorgeschichte ist die Frist damit oft der wichtigere Vergleichswert als der Monatsbeitrag.
Wann eine ausgeheilte Erkrankung wieder mitversichert ist
Ein Ausschluss ist nicht bei jedem Anbieter das letzte Wort. Lassie und SantéVet nehmen die betroffene Erkrankung nach 24 Monaten wieder in den Schutz, rechnen die Frist aber unterschiedlich: Lassie ab dem letzten Symptom und der letzten Behandlung, SantéVet ab Vertragsbeginn, und dort auch nur für Behandlungen aus den zwölf Monaten davor.
Erreichbar ist diese Frist bei einem konservativ ausgeheilten Bandscheibenvorfall, einer überstandenen Hautinfektion oder einer einmaligen Bindehautentzündung. Bei Arthrose, Epilepsie oder einer Herzklappenerkrankung wird sie nie anlaufen, weil die Behandlung nie endet. Wenn Ihr Hund seit über zwei Jahren nichts mehr wegen des alten Befunds bekommen hat, sprechen Sie diese Klausel vor dem Abschluss an: Bei Lassie startet dann die symptomfreie Frist, bei SantéVet fällt der Befund gar nicht erst unter den Ausschluss.
Falsche Angaben im Antrag: was § 19 VVG vorsieht
Einen alten Befund im Fragebogen wegzulassen, ist die teuerste Abkürzung in diesem Thema. Die vorvertragliche Anzeigepflicht regelt § 19 VVG, und die Folgen sind gestaffelt: Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten und die Leistung verweigern, bei einfacher Fahrlässigkeit kann er kündigen oder den Vertrag rückwirkend anpassen, etwa um genau den Ausschluss, den er von Anfang an gesetzt hätte.
Auffällig wird die Lücke fast immer im Leistungsfall, weil der Versicherer die vollständige Patientenakte bei der Praxis anfordert und der Eintrag dort steht. Wer den Befund angibt, verliert eine Diagnose aus dem Schutz. Wer ihn verschweigt, riskiert den gesamten Vertrag, und das oft in dem Moment, in dem eine vierstellige Rechnung auf dem Tisch liegt.
Behandlungskosten beim Hund und ob sich der Vertrag noch rechnet
Ein Ausschluss betrifft eine Diagnose, nicht den ganzen Hund. Ob sich der Vertrag trotzdem trägt, hängt deshalb an dem, was preislich noch versichert bleibt. Die Eingriffe, um die es beim Hund meistens geht, kosten so viel:
- Kreuzbandriss: 2.000 bis 3.500 Euro für die Operation selbst, ob als TPLO oder als TTA. Voruntersuchung und Röntgen kommen mit 150 bis 300 Euro dazu, Medikamente mit 100 bis 200 Euro, Nachsorge und Kontrollröntgen mit 150 bis 250 Euro und die Physiotherapie mit 300 bis 600 Euro. In der Summe sind das 2.700 bis 4.850 Euro.
- Hüftgelenksdysplasie: Femurkopfresektion 1.000 bis 1.800 Euro, eine Hüftprothese 5.000 bis 6.500 Euro pro Körperseite.
- Patellaluxation: rund 2.000 Euro pro Knie, bei beidseitigem Befund entsprechend doppelt.
- Epilepsie: 20 bis 100 Euro monatlich für die Medikation, dazu 500 bis 1.000 Euro und mehr für MRT und EEG.
Ein Hund mit ausgeschlossener Hüftdysplasie bleibt gegen den Kreuzbandriss versichert, ebenso gegen Magendrehung, Tumorerkrankungen und jeden Unfall. Der Anbieter vetprotect24 hat nach eigenen Angaben 123.037 versicherte Hunde ausgewertet und kommt auf 79 Prozent mit mindestens einem Leistungsfall pro Jahr, im Median 731 Euro (Stand 15. Juli 2026).
Rechnen lässt sich das an einem konkreten Tarif: Die Krankenversicherung Midi von Lassie kostet 21,42 Euro im Monat, also 257,04 Euro im Jahr. Die Operation selbst kostet am unteren Rand 2.000 Euro und entspricht damit knapp acht Jahresbeiträgen. Auf der Liste der besonderen Wartezeiten von Lassie steht der Kreuzbandriss nicht, für ihn gilt deshalb die allgemeine Wartezeit. Der Wert eines Vertrags mit Ausschluss liegt in allem, was neben der bekannten Diagnose noch passieren kann, und bei einem Hund mit einem belasteten Gelenk ist das statistisch eher mehr als bei einem gesunden.
Anbieterwechsel mit einer bestehenden Diagnose
Beim Wechsel zählt der Gesundheitszustand am Tag des neuen Antrags, nicht der beim Abschluss des alten Vertrags. Alles, was in der Zwischenzeit diagnostiziert wurde, ist beim neuen Versicherer eine Vorerkrankung, auch wenn der bisherige Vertrag die Behandlung jahrelang bezahlt hat. Ein Wechsel rechnet sich damit nur über das, was noch nicht in der Akte steht, weshalb sich vor der Kündigung ein Blick in den Hundekrankenversicherung Vergleich lohnt.
Zwei Dinge machen das Fenster enger. Bei einem Wechsel durchlaufen Sie die Gesundheitsprüfung des neuen Versicherers erneut, mit dem Aktenstand von heute. Kündigen Sie den bestehenden Vertrag deshalb erst, wenn Ihnen der neue Anbieter die Annahme schriftlich bestätigt hat, inklusive der Ausschlüsse, die er setzt.
Häufige Fragen zu Hundekrankenversicherungen mit Vorerkrankung
Was gilt als Vorerkrankung beim Hund?
Jede Erkrankung, Verletzung oder Auffälligkeit, die vor Vertragsbeginn oder in der Wartezeit bekannt war oder tierärztlich dokumentiert wurde. Eine gestellte Diagnose ist nicht nötig: Agila zählt in § 7 Ziff. 11 seiner Bedingungen auch bloße Symptome dazu, samt aller damit zusammenhängenden Behandlungen. Ein Vermerk über eine Lahmheit reicht also aus.
Wird die Vorerkrankung selbst jemals wieder mitversichert?
Bei den meisten Anbietern bleibt sie dauerhaft ausgeschlossen. Lassie und SantéVet legen den Rückweg dagegen ausdrücklich in ihren Bedingungen fest: Bei Lassie kommt die Erkrankung nach Ziffer 4c der Versicherungsbedingungen zurück in den Schutz, sobald der Hund 24 Monate symptomfrei und ohne Behandlung geblieben ist; SantéVet sperrt Behandlungen aus den zwölf Monaten vor Vertragsbeginn für 24 Monate und deckt sie danach wieder. Bei chronischen Diagnosen wie Arthrose oder Epilepsie läuft diese Frist praktisch nie an.
Gibt es eine Hundekrankenversicherung ohne Gesundheitsfragen?
Ja, unter anderem bei Dalma, Petolo und SantéVet. DA Direkt versichert Hunde mit bestehenden Erkrankungen ebenfalls, schließt die Kosten dieser Erkrankung aber aus. Der fehlende Fragebogen bedeutet aber nicht, dass die bestehende Erkrankung mitversichert wäre: Petolo und DA Direkt prüfen die Krankengeschichte im Leistungsfall und erstatten laufende Behandlungen dann nicht.
Zahlt die Versicherung rückwirkend für eine laufende Behandlung?
In der Regel nicht. Eine Ausnahme ist die Rückwärtsdeckung der ARAG in den Tarifen Komfort und Premium: Sie greift für Versicherungsfälle bis drei Monate vor Vertragsbeginn und ist einmalig auf 400 Euro (Komfort) beziehungsweise 500 Euro (Premium) begrenzt. Bei einer Kreuzband-OP ab 2.000 Euro deckt das einen kleinen Teil.
Lohnt sich eine Hundekrankenversicherung trotz Vorerkrankung noch?
Meist ja, weil der Ausschluss nur die bekannte Diagnose betrifft. Die Krankenversicherung Midi von Lassie kostet 21,42 Euro im Monat, also 257,04 Euro im Jahr, während eine Kreuzband-Operation je nach Verfahren 2.000 bis 3.500 Euro kostet. Ab dem ersten größeren Eingriff außerhalb des Ausschlusses trägt sich der Vertrag.
