Katzenversicherung für die ältere Katze: Welcher Anbieter nimmt sie noch auf?


Laura Schneider Geschrieben von Laura Schneider

Das Wichtigste in Kürze

  • Ohne Höchsteintrittsalter versichern Lassie und Uelzener auch eine zwölf- oder fünfzehnjährige Katze neu, Barkibu und Agila nehmen bis zum zehnten Lebensjahr auf, Dalma bis kurz vor dem neunten Geburtstag.
  • Das Höchsteintrittsalter trennt die Anbieter härter als jeder Leistungsvergleich: Barmenia kappt schon mit sechs Jahren, HanseMerkur bei acht Jahren mit Selbstbeteiligung und bei fünf Jahren ohne.
  • Was bei Antragstellung bereits diagnostiziert ist, gilt als Vorerkrankung und bleibt bei jedem Anbieter dauerhaft vom Schutz ausgeschlossen.
  • Ein reiner OP-Schutz ohne Altersgrenze ist die günstigere Alternative, wenn eine Katze für die volle Krankenversicherung schon zu viele Vorerkrankungen mitbringt.
  • Die Altersgrenze gilt nur für den Neuabschluss: Eine einmal laufende Police bleibt in der Regel lebenslang bestehen, auch wenn die Katze die Grenze längst überschritten hat.
Unsere Versicherungsempfehlung für Ihre ältere Katze
Lassie zieht bei Katzen keine Altersgrenze und nimmt Ihre Seniorin in jedem Lebensjahr neu auf, solange sie beim Abschluss gesund ist. Prüfen Sie den passenden Beitrag direkt im Online-Rechner.

Katzenversicherung für die ältere Katze: Diese Anbieter nehmen Senioren auf

Von den großen Anbietern am deutschen Markt sagen die meisten bei einer Katze jenseits der sechs oder sieben Jahre ab. Fünf tun das nicht. Sie unterscheiden sich aber deutlich darin, bis zu welchem Alter sie aufnehmen und was der Schutz dann noch leistet. Die Reihenfolge hier folgt dem Aufnahmealter: oben die Anbieter ohne jede Grenze, unten die mit dem engsten Fenster. Je älter Ihre Katze ist, desto weiter oben steht Ihre Antwort.

Lassie: Abschluss ohne Altersgrenze

Lassie zieht beim Aufnahmealter gar keine Obergrenze. Ob Ihre Katze acht, zwölf oder fünfzehn ist, spielt für den Abschluss keine Rolle, solange sie zum Antragszeitpunkt gesund ist. Das ist bei einer alten Katze der entscheidende Punkt, denn an dieser Hürde scheitern die meisten Anträge anderswo. Sie behalten die freie Tierarztwahl, und Antrag wie Erstattung laufen über die App. Vom TÜV gibt es die Note sehr gut.

Was Lassie kostet, legt keine Preisliste fest, sondern der Rechner: Alter, Rasse und gewählter Leistungsumfang ergeben den Beitrag, den Sie online sofort sehen. Ob Ihre Katze eine langlebige Heilige Birma ist oder eine Siam-Katze, fließt also direkt in die Berechnung ein. Für eine ältere Katze fällt der Beitrag höher aus als für ein Jungtier, bleibt aber oft die einzige Option, die überhaupt noch zustande kommt.

Lassie: Katzenschutz ohne Altersgrenze berechnen
Lassie nimmt auch ältere Katzen ohne Altersobergrenze auf, mit freier Tierarztwahl und TÜV-Note sehr gut. Den Beitrag für Ihre Katze sehen Sie direkt im Online-Rechner.

Uelzener: Abschluss in jedem Alter

Uelzener ist neben Lassie der zweite Anbieter in dieser Auswahl ohne jede Altersobergrenze. Auf die Frage nach einem Höchsteintrittsalter antwortet der Versicherer selbst mit „Nein, du kannst Katzen jeden Alters bei uns versichern“, der Abschluss ist ab dem ersten Lebenstag möglich.

Die Wartezeiten sind überwiegend kurz: fünf Tage bei Unfällen und 30 Tage für den allgemeinen Schutz, bei einzelnen Erkrankungen allerdings ein Jahr. Dieses eine Jahr sollten Sie bei einer Seniorin nicht überlesen. Wer seine Katze mit dreizehn versichert, ist bei manchen Diagnosen erst mit vierzehn im Schutz.

Für eine Katze jenseits der zwölf ist Uelzener damit die zweite realistische Option, wenn der app-basierte Weg über Lassie nicht passt.

Uelzener: Katzen jeden Alters versichern
Uelzener nimmt Katzen ohne Altersobergrenze auf und lässt den Schutz nach 30 Tagen allgemeiner Wartezeit greifen. Den Beitrag für Ihre Seniorin sehen Sie im Online-Rechner.

Barkibu: Aufnahme bis zum zehnten Geburtstag

Barkibu versichert nach eigenen Angaben Katzen, die bei Vertragsabschluss älter als zwei Monate und jünger als zehn Jahre sind. Damit liegt der Anbieter gleichauf mit Agila und deutlich über dem, was Barmenia oder HanseMerkur zulassen.

Für eine Katze, die kurz vor dem zehnten Geburtstag steht, ist das oft das letzte offene Fenster für eine volle Krankenversicherung. Danach bleiben nur noch die Anbieter ohne Altersgrenze.

Achten Sie dabei auf den Stichtag: Barkibu rechnet den Geburtstag, nicht das angefangene Lebensjahr. Eine Katze mit neun Jahren und elf Monaten kommt noch durch, eine, die gerade zehn geworden ist, nicht mehr. Den Beitrag staffelt Barkibu nach Alter und Rasse, die konkrete Summe zeigt erst der Rechner.

Barkibu: Aufnahme bis zum zehnten Geburtstag
Barkibu versichert Katzen bis kurz vor dem zehnten Geburtstag und hält damit eines der spätesten Aufnahmefenster am Markt offen. Beitrag und Bedingungen für Ihre Katze prüfen Sie direkt im Rechner.

Agila: Aufnahme bis zum zehnten Lebensjahr

Agila zieht die Grenze für Katzen später als die meisten: Neu aufgenommen werden Katzen bis zum zehnten Lebensjahr, danach bleibt der Schutz lebenslang bestehen. Damit liegt Agila beim Aufnahmealter knapp unter den Anbietern ohne Grenze und ist für eine Katze im gehobenen Seniorenalter oft noch eine echte Option. Das Risiko trägt der Anbieter als eigener Versicherer, abgerechnet wird zu etablierten Konditionen.

Was bei Agila oft übersehen wird: Ab dem achten Geburtstag Ihrer Katze deckelt der Versicherer die Erstattung auf höchstens 80 Prozent. Für eine ältere Katze, die diese Grenze längst überschritten hat, bedeutet das einen festen Eigenanteil von 20 Prozent je Rechnung, den Sie einkalkulieren müssen. Der monatliche Beitrag steht erst nach der Berechnung beim Anbieter fest, weil Rasse und Alter stark hineinspielen.

Agila: Aufnahme bis zum zehnten Lebensjahr
Neuaufnahme für Katzen bis zehn Jahre und danach lebenslanger Schutz, ab dem achten Geburtstag mit auf 80 Prozent gedeckelter Erstattung. Konditionen direkt beim Anbieter prüfen.

Dalma: Aufnahme bis zum 9. Geburtstag

Dalma zieht von diesen fünf Anbietern die Grenze am frühesten: Die Neuaufnahme läuft bis kurz vor dem neunten Geburtstag, danach ist der Abschluss nicht mehr möglich. Für eine Katze im frühen Seniorenalter, also etwa zwischen sieben und neun, ist das oft noch machbar, für eine wirklich alte Katze nicht mehr.

Selten offen kommuniziert wird die zweite Seite: Ab dem zehnten Lebensjahr senkt Dalma den Erstattungssatz bei Krankheit jährlich um fünf Prozent. Aus 100 Prozent Erstattung werden mit elf also 95, mit zwölf 90 und so weiter. Der Schutz bleibt bestehen, Ihr Eigenanteil wächst aber mit jedem Jahr.

Die Krankenversicherung beginnt bei 15,99 Euro im Monat, der reine OP-Schutz bei 7,99 Euro. Die Erstattungsquote legen Sie in Zehnerschritten zwischen 60 und 100 Prozent selbst fest, und die Auszahlung erfolgt nach Angaben des Anbieters meist binnen 48 Stunden.

Dalma: flexibler Schutz mit frei wählbarer Erstattung
Dalma nimmt Katzen bis zum neunten Geburtstag auf und lässt Sie die Erstattungsquote zwischen 60 und 100 Prozent selbst festlegen. Beitrag und Bedingungen prüfen Sie in wenigen Minuten.

Bis zu welchem Alter nimmt welcher Anbieter die Katze auf?

Die Spanne reicht weit: Barmenia macht schon mit sechs Jahren zu, Lassie und Uelzener nehmen in jedem Alter auf, der Rest liegt dazwischen. Das Höchsteintrittsalter ist damit bei einer alten Katze die erste Hürde, und es unterscheidet sich stärker, als die Werbung vermuten lässt. Die Stiftung Warentest weist in ihren Tests zu Tierkrankenversicherungen darauf hin, dass die Altersgrenzen und Beitragsstaffeln der Anbieter weit auseinandergehen. Diese Übersicht zeigt, wo die gängigen Anbieter für die Katze die Grenze ziehen:

AnbieterNeuaufnahme bis
Lassiekeine Altersgrenze
Uelzenerkeine Altersgrenze (Katzen jeden Alters, ab dem 1. Lebenstag)
Figokeine Altersgrenze (Angabe des Anbieters)
Dalmabis zum 9. Geburtstag
Agilabis zum 10. Lebensjahr
Barkibubis zum 10. Geburtstag (mindestens 2 Monate alt)
Barmeniabis zum 6. Geburtstag
HanseMerkurbis 8 Jahre (mit Selbstbeteiligung), 5 Jahre (ohne); Beitrag steigt mit dem Alter
DA Direktkeine veröffentlichte Altersobergrenze; Beitrag nach Altersstufen ab 3 und ab 6 Jahren gestaffelt

Zwei Muster fallen auf. Anbieter wie Barmenia kappen früh, oft schon mit sechs Jahren, weil das Krankheitsrisiko danach steil steigt. Andere nehmen später oder gar nicht begrenzt auf, verlagern das Risiko dann aber in die Bedingungen, etwa über den sinkenden Erstattungssatz bei Dalma.

Eines nimmt der Sache die Schärfe: Wer seine Katze rechtzeitig vor der Grenze versichert, behält den Schutz meist lebenslang, auch wenn sie später weit über dem Aufnahmealter liegt. Die Grenze gilt für den Neuabschluss, nicht für den Bestand.

Was sich mit jedem Lebensjahr Ihrer Katze ändert

Mit jedem Lebensjahr schrumpft das Feld der Anbieter, die überhaupt noch aufnehmen, und die Erstattung fällt. Beides schlägt am Ende stärker durch als ein paar Euro Beitragsunterschied. Einen festen Preis pro Altersstufe veröffentlicht dagegen keiner der Anbieter, weil Rasse, Wohnform und Leistungsumfang mit in den Beitrag laufen.

Alter beim AbschlussWer nimmt noch neu aufWas sich an den Konditionen ändert
bis 5 Jahrealle hier genannten Anbieter, inklusive Barmenia und HanseMerkurvolle Erstattung bis 100 Prozent möglich, Beitrag auf dem niedrigsten Niveau
5 bis 8 JahreLassie, Uelzener, Figo, Dalma, Agila, Barkibu, DA DirektBarmenia fällt ab 6 Jahren weg
9 bis 10 JahreLassie, Uelzener, Figo, Agila, Barkibu, DA DirektAgila deckelt die Erstattung ab dem 8. Geburtstag auf 80 Prozent, Dalma fällt weg, HanseMerkur fällt weg, Beitrag liegt spürbar über dem Einstiegsniveau
ab 10 JahreLassie, Uelzener, Figo und DA DirektNeuabschluss nur ohne Altersgrenze, bei laufenden Dalma-Verträgen sinkt die Erstattung jährlich um 5 Prozent

Was der Schutz für eine alte Katze abdeckt, und was nicht mehr

Versichert sind nur Erkrankungen, die nach dem Abschluss und nach Ablauf der Wartezeit neu auftreten. Was bei Abschluss bereits bekannt ist, gilt als Vorerkrankung und ist praktisch immer vom Schutz ausgeschlossen. Hat Ihre Katze mit elf schon eine beginnende Niereninsuffizienz, zahlt keine neu abgeschlossene Katzenkrankenversicherung für deren Behandlung. Je älter die Katze, desto häufiger greift genau dieser Ausschluss, und desto teurer wird der Schutz.

Hinzu kommt die Wartezeit. In den ersten Wochen nach Abschluss zahlt die Versicherung auch für neu auftretende Erkrankungen noch nicht, bei bestimmten Diagnosen sogar erst nach Monaten. Bei einem alten Tier, dessen Gesundheit schneller kippen kann, zählt deshalb jeder Tag, den Sie früher abschließen.

Daraus folgt: Eine Versicherung für eine alte Katze lohnt sich vor allem für die Leiden, die noch kommen, nicht für die, die schon da sind. Je gesünder die Katze zum Abschlusszeitpunkt, desto mehr bringt der Schutz. Wer bis zur ersten Diagnose wartet, verschenkt genau den Teil, der sich rechnet.

Deshalb ist der frühe Abschluss auch bei einer noch fitten Seniorin die klügere Entscheidung. Soll der Schutz zudem sofort greifen, lohnt der Blick auf eine Katzenversicherung ohne Wartezeit.

Womit ältere Katzen zum Tierarzt kommen

Bis zu 40 Prozent aller Katzen über zehn Jahre entwickeln laut dem Cornell Feline Health Center eine chronische Nierenerkrankung, bei Katzen über fünfzehn Jahre sind es bis zu 80 Prozent. Das erklärt, warum sich die Frage nach dem Schutz überhaupt stellt: Die typischen Alterserkrankungen der Katze enden selten in einer einzelnen großen Operation, sondern ziehen sich als Dauerthema über Jahre, und genau das summiert sich.

  • Chronische Niereninsuffizienz: die häufigste Alterserkrankung der Katze. Die Diagnostik mit Ultraschall und Blutbild kostet je Termin 150 bis 400 Euro, dazu kommt eine lebenslange Therapie mit Spezialfutter, Medikamenten und regelmäßigen Kontrollen.
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): laut dem Cornell Feline Health Center vor allem bei mittelalten und älteren Katzen verbreitet, und verlangt dauerhafte Medikation oder eine spezielle Behandlung samt regelmäßiger Blutkontrollen.
  • Zahnsanierung: Zahnstein, Resorptionsläsionen und Extraktionen unter Narkose summieren sich beim Seniortier schnell auf 400 bis 800 Euro pro Eingriff. Ob sich das über eine Katzenversicherung mit Zahnbaustein abfedern lässt, erklären wir dort im Detail.
  • Diabetes mellitus: Die Erstdiagnostik mit Blutzucker- und Urinuntersuchung kostet 100 bis 300 Euro, danach kommen für Insulin, Spezialdiät, Teststreifen und regelmäßige Blutzuckerkontrollen realistisch 200 bis 430 Euro im Monat dazu.
  • Tumorentfernung: eine Operation samt Diagnostik liegt je nach Befund zwischen 240 und 1.800 Euro, mit anschließender Behandlung auch darüber.

Diese Beträge treffen selten einzeln ein. Eine zwölfjährige Katze mit Nierenproblem und saniertem Gebiss kommt über zwei, drei Jahre leicht in den vierstelligen Bereich. Dass Tierarztrechnungen im Alter zusätzlich steigen, liegt auch an der Gebührenordnung für Tierärzte: Im Notdienst ist laut Bundestierärztekammer der vierfache Regelsatz zulässig, und akute Zwischenfälle häufen sich beim alten Tier.

Lohnt sich die Versicherung für eine alte Katze überhaupt?

Ist die Katze für ihr Alter fit und findet sich ein Tarif ohne strenge Altersgrenze, lohnt sich der Abschluss meist, weil eine einzige ernste Diagnose die Beiträge vieler Jahre übersteigt. Alles hängt also an zwei Dingen: dem Gesundheitszustand Ihrer Katze und dem Anbieter, der sie noch nimmt.

Ein stationärer Aufenthalt wegen eines akuten Nierenschubs oder eine Zahnsanierung unter Narkose kann mehrere Hundert Euro kosten und liegt damit oft schon beim ersten Termin über dem, was der Tarif in einem ganzen Jahr an Beitrag verlangt. Steckt die Katze dagegen schon voller Vorerkrankungen, bringt eine neue Krankenversicherung wenig, weil eben diese Leiden ausgeschlossen bleiben.

Für diesen Fall ist oft ein reiner OP-Schutz für die Katze die sinnvollere Wahl: Er kostet weniger und sichert das eine teure Risiko, den großen chirurgischen Eingriff, der auch eine alte Katze noch treffen kann. Bei Lassie lässt sich dieser OP-Schutz ohne Altersgrenze abschließen.

Wer mehrere Tarife nebeneinanderlegen will, findet die Optionen im Tierversicherungsvergleich. Einen Gesamtüberblick über den Schutz für Seniortiere bietet unser Ratgeber zu älteren Haustieren.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Ob ein Symptom bei Ihrer Katze der Beginn einer neuen Erkrankung oder bereits Teil einer bestehenden Vorerkrankung ist, klärt die behandelnde Praxis im Einzelfall. Dort erfahren Sie auch, welcher Behandlungsweg infrage kommt und welcher Betrag am Ende auf dem Kostenvoranschlag steht.

Häufige Fragen zur Katzenversicherung für ältere Katzen

Bis zu welchem Alter kann ich meine Katze versichern?

Lassie und Uelzener versichern eine Katze in jedem Alter, auch mit zwölf oder fünfzehn Jahren. Barkibu und Agila nehmen bis zum zehnten Geburtstag neu auf, Dalma bis kurz vor neun Jahren und Barmenia nur bis zum sechsten Geburtstag. Der frühe Abschluss lohnt fast immer, weil der Schutz danach meist lebenslang gilt.

Kann ich eine sehr alte Katze noch versichern?

Ja, sofern Sie einen Anbieter ohne Höchsteintrittsalter wählen. Uelzener beantwortet die Frage nach einer Altersgrenze selbst mit einem klaren Nein und versichert Katzen jeden Alters, Lassie nimmt eine Katze unabhängig vom Alter auf, solange sie zum Antragszeitpunkt gesund ist. Bereits diagnostizierte Erkrankungen bleiben in beiden Fällen ausgeschlossen, versichert ist nur, was nach Abschluss und Wartezeit neu auftritt.

Welche Versicherung nimmt eine ältere Katze noch auf?

Lassie und Uelzener arbeiten ohne feste Altersobergrenze und nehmen auch Katzen im Seniorenalter noch neu auf. Agila nimmt Katzen bis zum zehnten Lebensjahr neu auf und versichert sie danach lebenslang, begrenzt die Erstattung ab dem achten Geburtstag aber auf höchstens 80 Prozent. Barkibu nimmt bis kurz vor dem zehnten Geburtstag auf, Dalma bis zum neunten Geburtstag und senkt danach ab dem zehnten Lebensjahr die Erstattung jährlich um fünf Prozent.

Was kostet eine Versicherung für eine 12-jährige Katze?

Deutlich mehr als die beworbenen Einstiegsbeiträge, und die konkrete Summe bestimmt erst der Online-Rechner. Die Krankenversicherung beginnt bei Dalma ab 15,99 Euro im Monat und der reine OP-Schutz ab 7,99 Euro, allerdings gelten diese Zahlen für junge, gesunde Tiere. Für eine Zwölfjährige liegt der Beitrag spürbar höher, weil er mit dem Alter deutlich steigt. Wichtiger als der Preis ist in dem Alter oft die Frage, wer überhaupt noch aufnimmt.

Steigt der Beitrag nach dem Abschluss jedes Jahr weiter?

Der Beitrag ist bei den meisten Anbietern nach Altersstufen gestaffelt und steigt beim Übergang in die nächste Stufe. DA Direkt staffelt die Katzenbeiträge zum Beispiel ab drei und ab sechs Jahren neu. Daneben kann sich die Leistungsseite verschieben: Dalma senkt die Erstattung ab dem zehnten Lebensjahr jährlich um fünf Prozent, Agila deckelt sie ab dem achten Geburtstag auf 80 Prozent.

Lohnt sich bei einer alten Katze noch eine reine OP-Versicherung?

Oft ja, und zwar dann, wenn die Katze schon mehrere Vorerkrankungen mitbringt. Der OP-Schutz kostet weniger als die volle Krankenversicherung und sichert das eine Risiko ab, das auch im hohen Alter vierstellig werden kann: den chirurgischen Eingriff. Bei Lassie lässt er sich ohne Altersgrenze abschließen, bei Dalma beginnt er ab 7,99 Euro im Monat.

Werden Vorerkrankungen bei einer alten Katze mitversichert?

Nein. Eine bereits diagnostizierte Niereninsuffizienz oder Schilddrüsenüberfunktion gilt als Vorerkrankung und bleibt bei jedem Anbieter vom Schutz ausgeschlossen, rückwirkend versichern lässt sich nichts. Gedeckt sind allein die Leiden, die nach Abschluss und nach Ablauf der Wartezeit neu auftreten. Genau deshalb entscheidet der frühe Abschluss, solange die Katze noch gesund ist, über den ganzen Wert der Police.


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